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Alevi Toplumu-Alevitische Gemeinde

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Seele stirbt nicht

Der Tod ist für uns alle unausweichlich. In einer Art und Weise begründet der Tod den jetzt gelebten Moment. Der Tod und die Annäherung an das Thema „Das Leben nach dem Tod“ formt den Fluss unseres Lebens.

Es gibt diejenigen, die ihr Leben damit begrenzen, in einem Körper, also einer Form zu sein. Sie glauben, dass wenn der Körper stirbt, auch die Seele stirbt.

Es gibt diejenigen, die sich ein Leben nach dem Tod wünschen, welches dem hiesigen gleicht. Sie sehnen sich nach dem Erhalt dessen, was sie in diesem Leben vermissen. Daher akzeptieren sie vorgeformte Dogmen und erachten diese als wahr und richtig. Um nach dem Tod ein paradiesisches Leben führen zu können, sind sie bereit, das diesseitige Leben in Qual und Leid zu verleben.  Sie akzeptieren Sünden als Wahrheit und lassen jede Art von Unvernunft und Verquertheit zu.

Dann gibt es diejenigen, die sich nicht mit dem Leben nach dem Tod beschäftigen. Sie leben einfach so vor sich hin, wie es gerade kommt.

Dann gibt es diejenigen, die sich Tag für Tag mit Nichtigkeiten beschäftigen. Sie setzen diese Nichtigkeiten in das Zentrum ihres Lebens und versuchen so die Tatsache des Todes zu unterdrücken und bemühen sich, den Tod als nicht existent anzusehen.

Die Liste kann endlos fortgesetzt werden.

Und wie nähern wir uns dem Tod?

Was sagt unser Glaube zum Tod und zum Leben nach dem Tod?

Und wie gehen wir mit diesem Glauben tagtäglich praktisch um?

Wie man anhand der Überschrift erkennen kann, besagt unser Glaube, dass der Körper stirbt, jedoch die Seele nicht. Der Körper hat seine Aufgabe erledigt und stirbt. Die Seele jedoch kehrt zurück zum Ursprung. Mit einem alevitischen Begriff ausgedrückt: man schreitet zur (türkisch = Hakk) Gerechtigkeit/Wahrheit. Zur Gerechtigkeit/Wahrheit schreiten bedeutet, zum Ursprung zurückkehren und die eigentliche Quelle zu treffen.

Die Sehnsucht wird gestillt und die Wiedervereinigung vollzogen.

Daher richten Aleviten ihr Leben bewusst nach diesem Glauben an den Tod und das Leben nach dem Tod aus. Geschichtlich betrachtet traf der Versuch die Essenz dieses Glaubens zu schützen und ihn zu leben, innerhalb der Gesellschaft auf enormen Druck, Missionierung und Assimilation.

Aufgrund dieser Umstände kam es unter einigen Aleviten zum Bruch mit diesem Glauben und zu einer Annäherung an den in der Gesellschaft vorherrschenden Glauben an den Tod und das Leben nach dem Tod.

Einige Aleviten haben sich einen Glaubensansatz angeeignet, welcher keinesfalls mit dem ursprünglichen und eigentlichen Glaubensansatz verwechselt werden darf. Der alevitische Glaube an den Tod, wie oben beschrieben, bedeutet, zur Wahrheit (Hakk) schreiten, den Ursprung treffen und sich mit diesem Ursprung wieder vereinen. In diesem Glauben soll der Mensch so fruchtbar/ergiebig wie möglich leben.

Er soll fruchtbar leben und agieren, sein eigener Wille stets inbegriffen, jedoch diesen stets in positiver Weise verwenden und Frieden (zunächst mit sich selbst, mit der Natur und mit jedem Lebewesen) verinnerlichen.

Er soll seinen Körper nicht schlecht behandeln, er soll in erster Linie Respekt vor seinem eigenen Körper haben. Am allerwichtigsten ist, dass er seine Seele nach den Leitlinien der vier Tore und der vierzig Pforten richtet, sich also dieses Wissen aneignet und praktiziert, um Weisheit und Reife zu erlangen.

Remzi Kaptan

 


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