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Eine Hauptquelle der Aleviten: „Buyruk“/„Gebot“

Allgemeines und Historie:

Buyruk-Buch gilt als zentrale Quelle für den Glaubensvollzug der Aleviten. Es ist das Buch, das über die Grundlagen der Mystik, das in vielen Handschriften erhalten ist.

Das Gebot stellt eine Art Satzung für das gesamte Alevitentum dar und behandelt die Glaubensvorstellungen, Prinzipien, Sitten und Gebräuche, religiösen Zeremonien und Legenden der Aleviten.

Ursprünglich ist es die Satzung des Klosters Ardebil (im heutigen Iran).

Im 16. Jahrhundert spaltet sich das anatolische Alevitentum mit der Errichtung des safawidischen Staates im Iran in zwei Teile: das Derwischkloster des Haci Bektas Veli und seine Gefolgschaft (der sogenannte Bektasiye-Orden) auf der Seite des osmanischen Staates und die anatolischen Kizilbas-Aleviten. Die Derwische von Ardebil machten (meist mündliche) Propaganda, um die Anhänger der Bektasi-Orden (in Westanatolien) nach (Ostanatolien) auf ihre Seite zu bekommen (zu den Kizilbas-Aleviten). Nach manchen Aussagen diente das Gebot in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Propagandamittel für die Ausdehnung des Ordens von Ardebil. Das Ziel war, der Safawiden-Dynastie neue Anhänger zu verschaffen.

Vom Gebot existieren sehr viele Handschriften; fast in jedem alevitischen Dorf gibt es mehrere Exemplare; ein viel gelesenes Buch.

Das erste Buyruk in lateinischer Schrift und gedruckter Version wurde 1958 von Sefer Aytekin in Ankara herausgegeben.

Die 2. Veröffentlichung nahm Hasan Ayyildiz 1962 in Istanbul vor.

Die 3. brachte Mehmet F. Bozkurt 1982 heraus.

Die 4. Veröffentlichung kam als überarbeitete Ausgabe in deutscher Übersetzung 1988 auf den Markt.

Herkunft v. a. Imam Cafer Sadik (702-765), der 6. Imam und Sah Ismail. Buyruk enthält Regeln und Verhaltensvorschriften für Aleviten und beinhaltet zentrale alevitische Werte.

Schöpfungsmythen aus dem Buch „Buyruk“ stellen „Innere“ (batini) Dimension der Offenbarung dar.

Enthält Beispiele für ein reflektiertes Verhalten des Individuums in der Gemeinschaft.

Buyruk ist bindend für das Wertesystem; Buyruk erläutert und ergänzt den Koran.

Über Jahrhunderte hindurch war es der Leitfaden für eine unterdrückte Bevölkerungsschicht. Lange Zeit blieb es im Verborgenen und seine Existenz wurde geleugnet.

Unter Aleviten heißt das Buch „Gebot“ des Imam Cafer Sadik oder einfach „Gebot“. In der Wissenschaft gibt es verschiedene andere Namen, z. B.  „Die Frommen Taten der Heiligen“ (v. Mehmet Fuat Köprülü) oder das „Buch der Taten“ usw..

Viele Aleviten glauben, dass das Buch Buyruk auf Imam Cafer-i Sadik zurückgeht, der 6. Imam, der von 699-765 lebte und Sohn des 5. Imams Muhammed Bakir war. Imam Cafer hatte eine bestimmte Glaubensvorstellung und ein festes Regelsystem. Auf ihn berufen sich bestimmte schiitische Gruppierungen mit dogmatischer und juristischer Ausrichtung (Caferiye). Die Quellen berichten von 15 Büchern, die Imam Cafer geschrieben haben soll. Die meisten dieser Bücher sind heute verschollen. Fest steht aber, dass Imam Cafer das Gebot nicht selbst geschrieben hat. Es gibt keine gesicherten Quellen, auf wen das Gebot zurückgeht. Nach heutigem Forschungsstand ist auch die Rede von Sah Ismail Hatayi oder Seyh Safi und es existiert sogar noch eine weitere Aussage, dass es von einem Schriftsteller namens Bisati, der zur Zeiten der Safawiden Dynastie (im 16. Jahrhundert) gelebt hat, verfasst wurde.

 

Die Bedeutung von Buyruk und der Inhalt (zusammenfassend):

Buyruk dient als Hauptquelle der Aleviten und gibt Antworten auf die Pflichten und Gebräuche im Alevitentum. Inhalte sind:

1. Legenden, wie z. B. die Versammlung der Vierzig; wie Ali zum Gefährten Muhammeds wurde; usw..  

2. Zeremonien wie Müsahip (Wegbruderschaft); Cem (Gemeinschaftsgebet der Aleviten).

3. Prinzipien, Grundprinzipien der alevitischen Lehre, wie z. B. Regeln des mystischen Pfades, vier Tore vierzig Stufen, die drei Verhaltensregeln und die sieben Pflichten.

4. Sitten und Gebräuche

Remzi Kaptan

 


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