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Hizir Fasten

Das Fasten ist ein fester Bestandteil vieler Religionen, das in vielfältigen Formen, zu unterschiedlichen Zeiten und aus diversen Beweggründen durchgeführt wird.

Die Motive, warum Menschen fasten, sind individuell.

Manche fasten als Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber Gott, manche aus Überzeugung.

Manche fasten für die Erhörung ihrer Gebete, während andere für bereits in Erfüllung gegangene Wünsche fasten.

Auch die Angst vor der Bestrafung in der Hölle bzw. der Wunsch nach Ewigkeit im Himmel treibt viele dazu.

Einige versuchen damit ihre Seele zu reinigen, andere wiederum Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin zu üben oder auch ihren Glauben zu vertiefen, darin zu wachen und heranzureifen.

Während manche die Zeit vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrungszufuhr verzichten, lehnen andere an bestimmten Tagen das Essen jeglicher tierischer Nahrung ab.

Eine andere Religionsgruppe verzichtet für eine bestimmte Zeit oder auch komplett auf diverse Lebensmittel.

Nach alevititscher Auffassung gibt es das Muharrem-Fasten (auch zwölf-Imame oder Trauerfasten genannt) und das Hizir-Fasten. Menschen, die versuchen, ihren persönlichen Weg als Derwisch zu gehen und diese Lehre zu verinnerlichen, fasten zusätzlich 48 Tage (48 Persembe Orucu).

Warum fasten Aleviten zum Anlass der Hizir-Tage?

Wann und wie fasten sie?

Was haben die Hizir Tage für einen Ursprung?

Jedes Jahr im Februar fasten Aleviten drei Tage zum Gedenken an Hizir, den Heiligen und Schutzpatron (bzw. Schutzengel).

Generell wird in der Zeit vom 13.02. bis 15.02. gefastet, allerdings gibt es Aleviten, die im Januar bzw. Ende Januar und Anfang Februar fasten.

Es gibt viele Überlieferungen bezüglich des Heiligen Hizir. Einer Erzählung nach haben die Gefährten Noahs, die den Sturm heil überstanden haben, aus Dankbarkeit drei Tage gefastet.

Nach einer  anderen Sage, wurden Imam Ali und seine Frau Fatma von Gott auf die Probe gestellt. Aufgrund der Genesung ihrer Kinder haben sie drei Tage gefastet.

Jeden Abend zum Fastenbrechen kam Hizir in einer anderen Menschengestalt und bat um etwas zu essen und zu trinken. Diese zwei Erzählungen beweisen, dass das Fasten an Hizir den Dank zum Ausdruck bringt.

Ferner ist diese Zeit dafür da, um Fruchtbarkeit, Segen, Wohlbefinden, Freundschaft, Solidarität und Brüderlichkeit zu wünschen.

Nach dem Abendmahl wird bis zum Sonnenuntergang des folgenden Tages nichts mehr gegessen und getrunken. Anders als beim Muharrem-Fasten wird während des Fastenbrechens beim Hizir-Fasten nicht auf Fleisch und Wasser verzichtet.

Beim Fastenbrechen versammeln sich die Familie, Bekannten und Verwandten und zünden zu Ehren Hizir eine Kerze an. Es werden vorrangig Geschichten und Sagen über den Schutzpatron erzählt, aber auch Überlieferungen anderer Heiliger werden an diesen Abenden erwähnt.  Zudem werden religiöse Lieder gesungen.

Am Abend des letzten Tages werden die Gedenk- und Pilgerstätten besucht. Das Hizir-Fasten wird mit der Schächtung eines Opfertieres und schließlich mit einer Cem-Zeremonie beendet.

Im Folgenden ein Beispiel für ein Gebet das in dieser Zeit ausgesprochen wird:

 „Mögen die Gebete und die Wünsche der Fastenden in Erfüllung gehen.

Mögen die brennenden Kerzen zu Liebe Hizir unser Heim und unsere Seelen erleuchten.

Segne die Speisen, die du uns Hizir zu Liebe erlaubt und beschert hast.

Segne diejenigen, die die Speisen zubereitet, die diese gute Tat vollbracht haben.

Schütze unsere Familien, gebe ihnen Frieden, Segen und Wohlstand.

Lass uns in Einigkeit leben.

Heiliger Hizir, helfe den Menschen, die in Not geraten sind.

Helfe denen, die ihre Hoffnung verloren haben.

Reich deine Hände den Hilfsbedürftigen und zeige ihnen die Wahrheit.

Lob und Preis sei Dir!“

Remzi Kaptan

 


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