In der heutigen Türkei bekennen sich über ein drittel der Bevölkerung zum alevitischen Glaubensrichtung im Islam. Sie unterscheiden sich von dem sunnitischen-Islam durch die Ablehnung der Scharia Gesetze.
Die alevitische Lehre basiert auf Werten wie Menschenliebe, Toleranz, Gleichberechtigung, sowohl zwischen Mann und Frau als auch unter den Völkern. Es existiert nur in dem
Gottesdienst der alevitischen Glaubensrichtung im Islam, dass Mann und Frau zusammen beten. Aufgrund ihrer offenen Weltanschauung werden Aleviten seit Jahrhunderten bewusst
unterdrückt sogar getötet. Massaker in Maraş, Çorum, Sivas und Gazi-viertel (in Istanbul) sind traurige Beispiele hierfür. Trotz allem haben sie sich seit Jahrhunderten gegen Unrecht,
Willkür und Tyrannei durch Aufstände zur Wehr gesetzt. Die menschliche Geschichte ist Zeuge ihres Kampfes wie auch ihres Todes.
Die Aleviten leiden auch heute noch in der Türkei unter der Unausgeglichenheit des Machtgleichgewichts im Islam. Dies zeigt sich durch ihre Verleugnung und Inakzeptanz in der
jeweiligen Gesellschaft. Ihnen werden mit Gewalt andere Glaubensrichtungen auferlegt.
Die Verwaltungsorganisation für religiöse Angelegenheiten, (Diyanet İşleri), erhält millionen türkische Lira von dem Staat. Dieser Betrag wird aus dem Staatshaushalt ausgegeben, in dem auch alevitische
Mitbürger einzahlen. Mit diesem Geld werden nicht nur Moscheen gebaut sondern auch die ca.100 000 Mitarbeiter der Organisation bezahlt, unter denen sich kein einziger Alevite befindet. Diese Zustände gelten
auch für das Ausland. Also wird das Geld für die Assimilierung des alevitischen Volkes ausgegeben!
Entweder soll die Verwaltungsorganisation für Religiöse Angelegenheiten abgeschafft werden oder sie soll nach Vorbild der modernen Länder umgewandelt werden,
so dass sie auch den alevitischen Bürgern und andere Glaubensangehörigen in der Türkei dient. Die gesellschaftliche Repräsentation des alevitischen Glaubens soll auf jeden Fall gesichert und konstituiert
werden!
In alevitischen Dörfern sollen keine Moscheen gebaut werden, die vorhandenen sollen in ein Cemhaus umgewandelt werden in denen Aleviten ihren Gottesdienst ausüben können und gleichzeitig ihre
sozialen-, kulturellen Aktivitäten ausüben (ausführen) können!
Der Staat soll die gleichen Dienste, die er für die sunnitischen Bürger im Ausland leistet, auch für die alevitischen Bürger leisten!
Der Lehrplan für den zwangsläufigen Religionsunterricht in den Schulen soll die alevitische Lehre mit beinhalten. Wie jeder Bürger, haben auch die Aleviten das Recht ihren Glauben in den Schulen zuerlernen!
Gesellschaften und Personen, die einen Keim des Hasses und der Feindseligkeit gegen Aleviten verbreiten, sollen bekämpft werden!
Programme bzw. Sendungen über heilige und bedeutende Tage im Alevitentum sollen gefördert und gesendet werden!
Die Studien und Aktivitäten für und über die alevitische Kultur, Philosophie, Literatur sollen finanziell unterstützt werden. Alle gesetzlichen Hindernisse dagegen sollen aufgehoben werden!
Die Schuldigen der Massaker in Maraş, Sivas, Çorum und Gazi-viertel sollen bestraft werden!
Der Status, der für die Moscheen gültig ist, soll auch für die Cemhäuser gelten, d.h. die Ausgaben für Strom, Wasser, Mitarbeiter usw. sollen von dem Staat finanziert werden!
Es sollen Bildungsgesellschaften und Hochschulen gegründet werden, um Lehrer und Akademiker für den alevitischen Religionsunterricht auszubilden!