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Presseerklärung / Offener Brief an Lale Akgün
In ihrem Brief vom 30.12.2007 wünscht sich Frau Lale Akgün die dicke Haut der Frau Maccarone an der die Vorwürfe der Aleviten abprallen. Nun fragt man sich was diese Vorwürfe sind! Ist es ein Vorwurf zu Fragen
auf was für Quellen die behandelte Thematik von Frau Maccarone sich beziehen!?
Die Aleviten wollen nur eine Entschuldigung und eine Erklärung dafür, aus welchem Anlass so ein grässliches Produkt entstanden ist! Die Aleviten in Deutschland bestehen darauf, weil sie von ihrem Demokratischen
Recht Gebrauch machen. Es sind einfache Fragen die auch schnellst wie möglich beantwortet werden sollten.
Liebe Frau Akgün, folgende Worte dürften ihnen bekannt sein: Zitat >>> Ich werde immer wieder gefragt, warum ich mich für den Islam in Deutschland einsetze. Bei diesem Engagement treibt mich vor allem
eins um: der Wunsch nach Gerechtigkeit. Ich wünsche mir Gerechtigkeit. Muslime sollen gleichberechtigt sein, sie sollen die gleichen Rechte genießen wie jeder andere auch. Gleiche Rechte - das impliziert aber
gleiche Pflichten. Dazu gehört auch die Unterordnung unter das Machtmonopol des Staates, unter das Grundgesetz. Denn erst dadurch wird Religion zu der Privatsache, die sie in unserem Land nun einmal ist. Dabei geht
es mir nicht in erster Linie um den Islam, sondern um die Muslime, also um die Menschen, die sich dahinter verbergen.<<< NOCH zählen wir Aleviten zum Islam! Auch bei unserem Engagement treibt uns vor allem
eins um: der Wunsch nach Gerechtigkeit. Wir wünschen uns Gerechtigkeit.
Es müsste eine Persönlichkeit wie Frau Lale Akgün bewusst sein, dass die Aleviten in Deutschland nie danach strebten aus einer so abscheulichen Tat, Profit zuschlagen. In ihrem Brief hätte Frau Lale Akgün auch
ausführlich erklären können, warum die Alevitischen Vereine von solch einer Schandtat Profit schlagen sollten!
Die Alevitischen Vereine und das Alevitentum sind keine Ware um es zu Vermarkten und befinden sich in keinem
Wahlkampf!
Die Aleviten verurteilen keine anders Gläubigen als schlechter und bezeichnen sich selbst nicht als besser. Wir sagen nicht, der eine Glaube ist richtig und der andere falsch, weil wir alle Menschen, deren Glauben
und Lebensweise akzeptieren. Seit ihrer Entstehung vor 1400 Jahren bis Heute haben die Aleviten nie darauf beharrt dass sie die Besseren und die Anderen die Schlechteren sind.
Zu dem können die Alevitischen Vereine mit gutem Gewissen sagen, dass sie eine Gemeinschaft sind die in Deutschland am effizientesten an der Völkerverständigung und an der Integration
beitragen.
Als die Grüne Bundestagsabgeordnetin Ekin Deligöz wegen ihre Kopftuchdebatte Morddrohungen bekam, so waren die Aleviten die ersten Moslems die diese Morddrohungen verurteilten. Als es Ausschreitung wegen den
“Muhammed Karikaturen“ gab, waren die Aleviten, sowie in Deutschland als auch auf der ganzen Welt, die einzige Islamische Gruppe die gesagt haben, dass nur mit Dialog, Respekt gegeneinander und mit
Vernünftigen Handeln das entstandene Problem zu lösen ist und nicht mit Fahnen verbrennen und Überfällen auf Botschaften.
Wie auch in unseren früheren Presseerklärungen und in unserem Handeln stehen wir für die Meinungsfreiheit. Wir, die Alevitische Gesellschaft weiß, wie es ist ohne Meinungs- und Pressefreiheit zu leben. Aber nach
all unseren Erfahrungen ist uns auch bewusst, dass in einem demokratischen Staat wie Deutschland niemand unter dem Vorwand der Meinungsfreiheit das Recht hat, andere Menschen derart zu verletzten.
Einerseits appellieren Sie, Frau Lale Akgün, in ihrem Wahlkampagne an die Menschen mit Migrationshintergrund, dass diese ihre Rechte suchen sollten und sich aktiv am Alltagsleben und an den politischen
Geschehnissen beteiligen sollen und anderseits sind Sie empört, dass die Aleviten an den Innenminister einen Protestbrief schreiben!
Liebe Frau Lale Akgün, Sie sind frei in ihrem Handeln. Sie können im Gesetzlichen Rahmen sagen und machen was sie wollen. Aber dennoch sind Sie als Islamvertreterin auch die Vertreterin von allen islamischen
Richtungen.Gleichberechtigung für Muslime wünschen Sie sich. Für bessere Integration der Muslime setzen Sie sich ein. Zur Integration der Muslimen gehört es auch, den Aleviten zur Seite zu stehen, wenn sie
friedlich darum bemüht sind, Vorurteile zu
korrigieren.
Als islamische Konfession werden auch wir Aleviten Gebrauch von unserem Wahlrecht machen!
Um es noch mal und somit auch für Frau Lale Akgün wiederholt zu erläutern:
Kunst-, Meinungs- und Pressefreiheit sind für die Aleviten die Prioritäten innerhalb einer Demokratischen Gesellschaft. Aber das Verletzten der Religiösen-, Kulturellen- und Gesellschaftlichen Werte dürfen
unter Vorwand dieser lang erkämpften Freiheiten nicht statt finden.
12.01.2008
ATAG e. V.
Vorstand
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